Social Media und Fische – meine Vortrag beim PR-Symposium des Campus 02

Letzte Woche war ich eingeladen bei dem PR-Symposium der Fachhochschule der Wirtschaft „Campus 02“ in Graz über den Einsatz von Social Media in der PR zu sprechen. Dabei habe ich folgende Fragen beantwortet:

  • Was ist Social Media?
  • Wer ist in Social Media aktiv?
  • Wie wird Social Media genutzt?
  • Wie kann Social Media von Unternehmen genutzt werden?
  • Worauf müssen Unternehmen hierbei achten?
  • Und was hat Social Media mit Fischen zu tun?

Hier die Folien meines Vortrags:

Die Pressefotos der Veranstaltung sind hier abrufbar.

Fancy Facebook Fan Pages – A Step by Step Guide

In the last months a lot of companies and organisations have started to create Facebook fan pages. But from my perspective most of them do not use the potential of the huge range of applications, which can help to make the pages a lot more interesting and to engage with the fans of the page.
I have to admit, it can take a lot of time to figure which applications are useful and how to install and adjust them. I spoke to a lot of people from different companies who told me that they wanted to spice up their pages, but they just couldn’t find the way to do it.

This is why I created this step by step guide for creating Facebook fan pages. It is supposed to be sort of a reference book how to enhance your Facebook presence.

There are tons of applications on Facebook from which I selected a few which proved to be useful. Although the guide is 153 pages long, it is still not exhaustive.

These are the topics:

  • Login, Create & Publish Page
  • Profile Picture & Page Description
  • Add Photos
  • Page Favourites
  • Vanity URLs
  • Custom Tabs with Text & Images
  • Video App
  • Youtube Player
  • Youtube Video Box
  • Twitter for Pages
  • Integration RSS / Blog
  • Create a simple App
  • Polls
  • Landingtab

When I was at a meeting of the European Travel Commission in Riga, I saw that also non-germanspeaking people struggle with Facebook. So I decided to create the guide in English.

If you want to have a PDF version of this guide, just send me an email!

Facebook – das Potenzial nutzen

Letztes Wochenende habe ich beim Castlecamp in Kaprun teilgenommen. Bei dem Barcamp mit spezieller Ausrichtung auf die Schnittmenge zwischen Tourismus und Internet gab es viele interessant, angeregte und anregende Diskussionen – sowohl in den Sessions als auch in den Pausen.

Ich habe den Vortrag „Facebook – das Potenzial nutzen“ gehalten. Meine These ist, dass wir in Unternehmen oder Destinationen diese Social Networking-Plattform noch nicht wirklich gezielt nutzen und damit das Potenzial nicht ausschöpfen. Hier mein Benchmark mit ein paar Anregungen und Inspirationen für Facebook Fan-Pages:

Blogposts über das Castlecamp von Sieghard Preis, Mathias Roskos, Jochen Hencke, Martin Schobert und anderen.

Was Blogger wollen – von Unternehmen

Über das Thema „Blogger Relations“ – wie Unternehmen Blogs und deren Autoren in ihre Kommunikationsarbeit integrieren können – habe ich schon einiges gebloggt und vor ca. drei Jahren ein E-Book (PDF) geschrieben. Doch an Aktualität hat der richtige Umgang mit Bloggern nicht verloren – im Gegenteil. Seither sind zwar andere wichtige Instrumente wie Facebook und Twitter dazugekommen, doch ist die Ansprache von Bloggern weiterhin ein zunehmend wichtiger Bestandteil der Arbeit von PR-Abteilungen und -Agenturen. Dies ist auch Ergebnis einer aktuellen Studie bzw. von Text 100.

Kontaktaufnahme mit Bloggern

Interessant ist, wie Blogger kontaktiert werden wollen: die Präferenz ist nicht über das Blog oder Social Neworks, sondern Email!

blogger-relations-preffered-cotact

Welchen Inhalt wollen Blogger von Unternehmen?

Vor allem Informationen über neue Produkte und Entwicklungen, Produkte zur Bewertung und Kontakt zu Personen im Unternehmen:

blogger-relations-content-type

Welche Form von Inhalten wird von Bloggern eingesetzt?

Bezüglich des Typs des genutzten Contents von Bloggern liegen Fotos bzw. Grafiken und Video vor Audio:

blogger-relations-content-format

In diesem Kontext ist auch eine neue Studie von Tubemogul sehr spannend: Online-Videos werden zu einem großen Anteil über Blogs gefunden:

video-discoverry-by-source

Diese Studien belegen erneut, dass für die Verbreitung von Informationen von Unternehmen Blogger wichtige Multiplikatoren sein können.

Literaturempfehlungen zu Online-Marketing und Social Media

Für das IIR-Seminar „Non-traditional Marketing – Neue Online-Marketing Tools und Trends“, das ich Ende Juni zum dritten Mal gehalten habe, habe ich eine Literatur-Liste zu verschiedenen online-relevanten Themen zusammen gestellt.

Zur täglichen Recherche und Weiterbildung nutze ich persönlich Online-Medien und im speziellen Blogs und auch Podcasts (als Begleiter auf dem Arbeitsweg) sehr stark. Um all die verschiedenen Informationshappen aber zu einem großen Bild zusammenzustellen und die Zusammenhänge aufzuzeigen, lese ich auch recht viele Sachbücher.

Dies ist eine Liste von Büchern zu verschiedenen Online-Themen, die ich empfehlen kann:

Mein Beitrag im ÖW Travel2.0-Guide: Inhalte auf die Online-Reise schicken

Für die zweite Ausgabe des Travel2.0-Guides der Österreich Werbung (PDF-Link) durfte ich einen Beitrag beisteuern. Darin habe ich über die Wichtigkeit des Bereitstellens von Inhalte im Tourismus gesprochen. Allerdings die geannten Multiplikationseffekte auch auf andere Branchen anzuwenden.

Hier mein Beitrag:

Travel 2.0: INhalte auf die Online-Reise schicken

Vor einiger Zeit habe ich beim Besuch einer Veranstaltung folgende Beobachtung gemacht: jedes Mal, wenn ein Gast sein Handy oder eine Kamera zückte, um ein Foto zu machen, war sofort ein Angestellter zur Stelle, um den Gast zu bitten, dies zu unterlassen.
Spontan überlegte ich, was mit den Fotos passieren könnte: die Gäste könnten die Fotos ausdrucken und ihren Freunden und Bekannten zeigen, sie können sie ins Internet stellen oder in ein Social Network hochladen und die Fotos dort mit ihrer Community teilen. All dies würde durch die Verbreitung der Fotos zu mehr Aufmerksamkeit für die Veranstaltung führen. Somit hat der Veranstalter die Chance vergeben seine Gäste als Multiplikatoren zu nutzen und die Veranstaltung bekannter zu machen.
Eine hohe Online-Sichtbarkeit ist die Voraussetzung, dass Angebote wahrgenommen werden – sei es eine Veranstaltung, eine Destination oder ein Angebot eines Hotels. Für touristische Leistungsträger wie auch für Destinationen ist daher die Online-Verbreitung ihrer Inhalte, wie Texte, Bilder, Wanderrouten und so weiter, ein wichtiges Ziel. Daher die Empfehlung:

Lassen Sie Ihre Inhalte verteilen

Um Inhalte im Internet zu verbreiten, können Sie sich als Anbieter von Ihren Gästen unterstützen lassen. Urlaubsbilder haben bereits jetzt einen hohen Anteil an Bildern in Social Networks. Dies kann auch gezielt eingesetzt werden, indem Gäste darum gebeten werden, ihre Bilder auf der Plattform ihrer Wahl hochzuladen – seien es Foto-Communities wie Flickr und Panoramio oder ein Social Network wie Facebook. Somit wird ein Gast zu einem Multiplikator für die Destination oder den jeweiligen Leistungsträger. Darüber hinaus ist die Glaubwürdigkeit der von Gästen erstellten Inhalte in der Community sehr hoch ist, da es sich nicht um Marketingbotschaften, sondern um echte Erlebnisse handelt.
Wenn Sie also Ihre Gäste gezielt darum bitten, Inhalte ihres Urlaubs ins Internet zu stellen, wird die Sichtbarkeit Ihres Angebots im Internet stark zunehmen und die Inhalte werden stärker verteilt, als Sie es alleine tun könnten.
Doch auch Sie selbst können zu einer noch stärkeren Verbreitung Ihrer Inhalte beitragen:

Verteilen Sie Ihre Inhalte

Wenn Sie Inhalte veröffentlichen, ist der Normalfall, dass alle Rechte bei Ihnen als Urheber liegen. Die Folge davon ist, dass diese Inhalte von Dritten nicht genutzt werden können. Eine Verwendung beispielsweise eines Fotos von Ihrer Website auf einer anderen Website ist nicht erlaubt.
Wenn Sie wollen, dass Ihre Inhalte auf anderen Websites, Blogs oder Communities verwendet werden und Ihr Anbgebot dadurch bekannter gemacht wird, müssen sie dafür die Voraussetzung schaffen. Durch die Verwendung von Creative Commons-Lizenz ermöglichen Sie, dass Ihre Inhalte stärker im Web verteilt werden. Durch dieses Lizenz-Modell können Sie als Urheber einem Dritten Rechte gewähren, wobei Sie selbst definieren können, was andere mit Ihren Werken unter welchen Bedingungen tun dürfen. Creative Commons ist somit ein Mittelweg zwischen absolutem Copyright („All Rights Reserved“) und der bedingungslosen Gewährung aller Rechte an Dritte („Public Domain“). Beispielsweise kann definiert werden, ob Fotos kommerziell genutzt werden können, Texte verändert werden dürfen oder ob Sie als Autor genannt werden müssen.
Was bringt die Nutzung von Creative Commons Ihnen als Urheber? Das Wichtigste ist, dass die Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass Ihre Inhalte weiterverwendet und somit ohne weiteres Zutun verbreitet werden können. Beispielsweise können Bilder Ihrer Destinationen in Blogs oder Social Networks veröffentlicht werden, wobei dem jeweiligen Internetuser durch Creative Commons klar gezeigt wird, dass er zur Verbreitung der Inhalte eingeladen ist und dies auch rechtlich tun darf.

Wenn Sie also die Inhalte Ihres Angebots unter Creative Commons-Lizenz veröffentlichen wollen, ist dies sehr einfach: suchen Sie sich eine Lizenz auf www.creativecommons.org aus und geben Sie dise bei den Inhalten an.

Suchmaschinenoptimierung als Aufgabe der PR – Vortrag beim PRVA Profitreff

Letzte Woche habe ich zusammen mit Markus Pirchner den Vortrag „Internet unter der Lupe  – Online-Kommunikation beobachten, bewerten, steuern“ beim PR-Verband Österreich gehalten. Inhaltlich war der Vortrag in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil haben wir Monitoring inkl. Beobachtungsmöglichkeiten von verschiedenen Formaten wie Social Networks, Bewertungsplattformen, Blogs und Twitter vorgestellt. Im zweiten Teil ist Markus auf das Thema Web-Analyse und User-Tracking eingegangen und im dritten Teil habe ich über Suchmaschinen aus PR-Perspektive gesprochen.

Meine These war: Suchmaschinenoptimierung ist Aufgabe der PR! Die Begründung hierfür ist, dass Suchmaschinen zunehmend Aufgaben übernehmen, die früher ausschließlich von Journalisten und Medien ausgeführt wurde: Suchmaschinen ermöglichen den Zugang zu Informationen und filtern und bewerten diese durch das Ranking.

Social Media Hype Cycle

In meiner Rolle als Internetstratege bin ich gerade dabei, Tools zu evaluieren, die Entscheidungshilfen sein können bei der Wahl von Technologien im Social Web.

Diese Matrix, die Technologien, Ziele und Zielgruppen bzw. Rollen miteinander in Verbindung bringt, habe ich beim Tourismuscamp bereits vorgestellt (Folien auf Slideshare):

Matrix: Social Media Tools, Ziele und Zielgruppen

Ein weiteres Instrument, das bei der Bewertung von Technologien angewendet werden kann, ist der Hype Cycle von Gartner bzw. Jackie Fenn (Details bei Wikipedia). In dem im Sommer 2008 veröffentlichten Hype Cycle sind die Bereiche Microblogging (Twitter etc.), Web 2.0, Corporate Blogging und Wikis dargestellt. Ich habe auf dieser Basis die einzelnen Punkte auf der Zeitachse ein wenig weiter bewegt, wobei diese Grafik herausgekommen ist:

Social Media Hype Cycle

Microblogging ist demnach auf dem „Gipfel der überzogenen Erwartungen“, was sich mit meiner persönlichen Wahrnehmung auch deckt. Das heißt, dass hier demnächst ein „negativer Hype“ einsetzen müsste und quasi die Blase der Erwartungen platzen wird.
Web 2.0 im Allgemeinen ist immer noch auf dem Abschwung im Bezug auf die Sichtbarkeit und hat fast das „Tal der Enttäuschung“ erreicht. Hierbei erschließt sich mir allerdings nicht, was genau mit dem Begriff Web 2.0 genau gemeint ist, der meiner Meinung nach eher eine Kategorie von Technologien beschreibt.
Corporate Blogging ist schon fast auf dem „Pfad der Erleuchtung“ angekommen. Über den Einsatz von Blogs wird bereits seit 2004 viel gesprochen, wobei sich die Technologie erst langsam zu etablieren beginnt und die Anwendbarkeit weniger in Frage gestellt wird.

Bei der Entscheidung über den Einsatz der genannten Tools ist also zu beachten, in welcher Phase des Zyklus sich die Technologie befindet. Auch wenn eine Technologie zum aktuellen Zeitpunkt generell nicht gut bewertet wird, sagt dies noch nichts über deren allgemeines Potenzial aus. Wichtig ist, dass man nicht dem Hype verfällt, die kurzfristige Leistung nicht überschätzt sowie den langfristigen Wert nicht unterschätzt.

Was tun im Social Web? Meine Session beim Tourismuscamp

Beim Tourismuscamp in Eichstätt habe ich eine Session gehalten zum Thema „Was tun im Social Web? Welche Tools passen zu welchen Zielen und welchen Zielgruppen?“ Für die Präsentation hatte ich eine Matrix entwickelt, die touristischen Akteuren (NTOs, LTO, DMOs, Hoteliers, …) helfen kann, Entscheidungen zu treffen, welche von den vielen Social Media Tools zu ihren jeweiligen Zielen und Zielgruppen passen.

Fokus der Präsentation war welche Technologien und nicht wie sie im Social Web eingesetzt werden können. Die Matrix kann als strukturierte Entscheidungshilfe denjenigen dienen, die mit dem Einsatz von Social Media-Maßnahmen noch nicht sehr vertraut sind.

Die Reaktionen auf die Session waren sehr unterschiedlich. Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand die Auseinandersetzung mit dem Begriff Zielgruppe. Hier wurde diskutiert, ob es noch Zielgruppen gibt und in wie weit die Differenzierung in verschiedene Zielgruppen durch die Überlappung von verschiedenen Rollen (Mitarbeiter, Partner, …) überhaupt noch im Marketing eingesetzt werden kann. Auch die Aussage „Der Gast ist unsere einzige Zielgruppe“ hat mir gezeigt, dass es unter den unterschiedlichen touristischen Akteuren sehr verschiedene Sichtweisen gibt.

Mir haben die Reaktionen geholfen, die unterschiedlichen Zugänge zum Thema nachzuvollziehen und mir Denkanstöße gegeben, wie das Modell weiterentwickelt werden kann.  Ich freue mich über weiteres Feedback!